Kekse – Muffins selbst gezaubert

Kekse – Muffins selbst gezaubert

Kekse und Muffins, wer mag die süßen Teile nicht? Ich esse sehr gerne welche, am liebsten selbst gemachte. Denn dann kann ich nach Lust und Laune variieren. In gekauften Keksen sind eben oft Zutaten dabei die ich nicht mag oder vertrage. Also habe ich nach Rezepten gesucht und einfach mal ausprobiert. Hier ein einfaches Rezept (ich weiß leider nicht mehr wo ich es gesehen hatte).

Du kannst es genau nach Rezept backen oder eben variieren.

Grundrezept schnelle Haferkekse:

  • 100 g Haferflocken
  • 60 g Mehl
  • 30 g Pflanzenöl
  • 60g Ahornsirup/Honig

Alles vermischen, Teig kneten, Kugeln formen, auf ein Backblech setzen und flach drücken. Bei 180 ° ca. 13 – 15 min. backen.

Das erste Mal hatte ich es nach Rezept gebacken. War sehr lecker 😊

Da ich gerne experimentiere und Abwechslung liebe, habe ich verschiedene Varianten ausprobiert. Am Anfang habe ich noch alles notiert, was und wie viel ich verwendet habe. Mit der Zeit wurde ich mutiger und habe nach Lust und Laune die Zutaten ausgewählt. Ich nenne sie daher „Pi – Mal – Daumen – Kekse“ oder auch „schau – ma -mal – was – wird“. 😊

Ich gebe zu, so manche Variation war nicht besonders gelungen, andere wieder mega lecker und eine wahre Freude.

Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn du einmal die Konsistenz kennst, die der Teig haben soll, dann kannst du verwenden was du möchtest.

Hier einige Ideen, was du verwenden kannst:

Trockene Zutaten:
– Flocken aus Hafer, Dinkel, Roggen, Buchweizen – auch gemahlen, wenn du feine Kekse magst.
– Mehl das du möchtest. Mit einer Kaffeemühle kannst du auch selbst dein Mehl mahlen.  
Dinkel, Gerste, Roggen, Hafer, Kamut, Urmut, Emmer, Quinoa, Hirse oder Amaranth. Ich habe eine alte Krupps Kaffeemühle von meiner Großmutter. Jahrzehnte alt und fast täglich in Gebrauch.

Wenn du glutenfrei backst zum Binden
– Leinmehl, gemahlene Leinsamen oder Chiasamen, Bananenmehl, Süßlupinenmehl.

Fett
– Kokosöl, MCT Öl oder Butter, gemahlene oder gehackte Nüsse

Protein
– Ei, Quark, Kürbisprotein, Hanfprotein oder was dir zusagt

Süße
– Trockenfrüchte deiner Wahl entweder eingeweicht, auch mit Nüssen, und dann mixen, oder ganz klein schneiden.
Banane oder Obstmus, Kokosblütenzucker, Ahornsirup oder etwas anderes zum Süßen, es bleibt dir überlassen. Was du eben da hast oder magst. Ich persönlich backe nicht mit Honig, den Grund findest du unten am Ende.

Flüssigkeit
– Kokosmilch, Kokoswasser, Traubensaft, Getreidemilch oder Wasser, so viel, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat.

Gewürze und Verfeinern
– Kakaopulver oder Kakaonibs. Im Winter eignen sich wärmende Gewürze wie Zimt, Nelken, Piment, Anis, Galgant, Bertram, Muskatnuss. Im Sommer geben Zitronen- oder Orangenschalen, Minze und Melisse deinen Keksen eine frische Note. Nimm was dich anspricht und worauf du gerade Appetit hast.

Einfach machen

Es gibt so viel Variationsmöglichkeiten, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Aber das ist auch nicht nötig, denn du darfst dir dein eigenes Lieblingsrezept kreieren.

Auch ob du den Teig auf dem Blech verteilst, nur 1 – 2 cm hoch und nach kurzem Abkühlen in Stücke schneidest, ob du Kekse machst oder Muffins, alles deine freie Entscheidung.

Die Backdauer variiert natürlich, je nachdem wie hoch der Teig auf dem Backblech ist, oder ob du Muffins machst. Aber dafür gibt’s ja die Stäbchenprobe.

Trau dich, probiere, und experimentiere. Es geht schnell, macht Spaß, ist lecker und gesünder als gekaufte Kekse. Lass gerne deine Kinder mithelfen und Vorschläge machen, was für eine Geschmacksrichtung sie möchten. Noch besser, gib Ihnen einen Teil der Masse und motiviere sie, nach ihrem Geschmack was dazu zu geben. So lernen sie, eigene Ideen umzusetzen und werden im Laufe der Zeit noch kreativer. Sie sind von der Herstellung bis zum Ergebnis dabei und können ihr „Rezept“ beim nächsten Mal abändern. Sie sind in den Prozess des Erschaffens mit eingebunden und erfahren was es bedeutet, für sich selbst Leckeres zu zaubern. Egal wie es schmeckt, esst es, lacht, freut euch, schreibt die Ideen für den nächsten Versuch auf, bis ihr eure „Lieblingskekse“ gefunden habt. Sie werden sie genießen und stolz darauf sein.

Wenn du weniger Zeit hast, dann bereite abends alles vor, am nächsten Tag alles in eine Schüssel, mischen, aufs Blech oder in Förmchen und ab in den Ofen. Es ist wie mit allem nur eine Frage der Gewohnheit.

Viel Spaß und genieße deine/eure eigenen Kreationen.

Information: Backen mit Honig

Naturreiner Honig enthält mehrere Zuckerarten, Aminosäuren, Antioxidantien, Aromastoffe, Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Diese werden zerstört oder stark reduziert, wenn der Honig über 40° erhitzt wird. Wenn du also reinen Naturhonig hast, ist dieser roh verwendet sehr nützlich, ich verwende daher meinen Honig vom Imker nicht zum Backen.
Detaillierte Informationen findest du hier:
https://www.bienenjournal.de/imkerpraxis/ratgeber/inhaltsstoffe-honig/

Wenn du anderen Honig hast, hier eine Information aus Wikipedia für dich:

Um (bei Lagerung teilkristallisierten) Honig fließfähiger zu machen und ihn schneller oder mit höherem Ertrag aus den Bienenwaben ausschleudern oder auspressen zu können, werden die Waben oder nur der Honig erhitzt. Durch (Über)Erhitzung werden aber die am Honig geschätzten Naturstoffe (ProteineEnzymeAminosäurenVitamineFarb- und Aromastoffe und Pollen) „deaktiviert“, vermindert oder gänzlich zerstört, wodurch die (von den Konsumenten erwartete) Honigqualität leidet. Durch Karamellisierung bei partieller Übererhitzung können Aromastoffe entstehen, die teuren Waldhonig vortäuschen können und dadurch Honigfälschungen[9] geschmacklich aufwerten helfen. Falscher (meist mit billigem Reissirup gestreckter) Honig überschwemmt den Weltmarkt „im ganz großen Maßstab“.[9] In der EU ist Honig auf Platz 6 der gefälschten Lebensmittel, 1,4 von zehn Honigproben seien laut EU-Analyse verfälscht.[9]https://de.wikipedia.org/wiki/Hydroxymethylfurfural