Ein neuer Weg – entsteht

Ein neuer Weg – entsteht

Ein ganz bekannter Spruch sagt: „Jeder Weg beginnt mit dem 1. Schritt“.

Einen Schritt gehen bedeutet für mich – ich bewege mich. Ich gehe von der Stelle, auf der ich gerade bin in eine andere Richtung. Das hört sich immer so einfach und leicht an: „Trau dich, du musst nur den 1. Schritt machen, der Rest kommt dann schon“.

Das mag für manche stimmen, doch viele wissen nicht einmal genau WO sie gerade stehen. Wo stehst Du gerade?

  • Wie ist der Boden beschaffen auf dem Du stehst?
  • Welche Schuhe hast Du an, welche Kleidung?
  • Passt das alles zusammen? Oder stehst Du vielleicht mit Stöckelschuhen auf dem Acker oder in der Wüste? Da wird ein Schritt schwierig.
  • Oder vielleicht mit Bergsteigerstiefel auf einem Marmorboden?
  • Hast du alte, ausgeblichene Kleidung an oder moderne, stilvolle? Passt sie zu dem Platz wo Du gerade stehst?

Für mich ist dieser 1. Schritt, der damit meist gemeint ist, der zweite Schritt. Warum?

Als Beispiel nehme ich mal einen Menschen, der süchtig ist. Egal ob die bekannten „anerkannten“ Süchte oder andere. Aber Du kannst dieses Prinzip auf die meisten anderen Bereiche anwenden.

Bevor dieser berühmte 1. Schritt gegangen werden kann gehört für mein Empfinden zunächst ein Gedankenprozess, eine Inventur oder Bestandsaufnahme:

  1.  Erkennen – erst wenn Ich erkenne, dass Ich z. Bsp. süchtig bin, bin Ich in der Lage, weiter zu denken. Ich muss den IST-Zustand erkennen, ehrlich und aufrichtig zu mir selbst sein.
  2.   Annehmen/akzeptieren, dass diese Sucht gerade Jetzt Mein Ist-Zustand ist, es ist Jetzt gerade Meine Wahrheit, Mein Leben.
  3.   Bereitschaft und Wille zur Veränderung. Ja sagen zu: „Ich möchte das ändern, so möchte ich nicht mehr weiter machen“.

Nach diesem Prozess kann in meinen Augen der 1. Schritt erfolgen, in Form einer „Bewegung“ – im Außen. Ich kann das aus eigener Kraft oder mit Hilfe und Unterstützung tun.