Diäten

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Ich mach eine Diät

Der erste Gedanke wenn du selbst abnehmen möchtest oder der Arzt dir sagt du müsstest abnehmen, ist meist – ich mach eine Diät.

Ich selbst habe einige Diäten in meinen jungen Jahren gemacht, ohne langfristigen Erfolg. Aber das ist nichts Neues, die meisten wissen, dass Diäten nicht wirklich viel bringen. Leider gibt es sogar Diäten, die mehr schaden als nützen. Doch da viel Geld verdient werden kann, klinkt sich teilweise auch die Lebensmittelindustrie mit ein, um es uns „leichter“ zu machen. Dazu kommt die Werbung, die natürlich alles verspricht, was wir uns wünschen.

Also was bewegt uns dazu, immer wieder neue Diäten auszuprobieren obwohl viel zu oft das Ganze mit dem Jo-Jo-Effekt endet?

Nun, es scheint die einfachste und beste Art zu sein, sein Gewicht zu reduzieren, um schnell wieder in der gewohnten Weise weiter zu machen.

Was bedeutet Diät?

Die frühere oder ursprüngliche Bedeutung ist „Diaita“, das ist griechisch und heißt soviel wie Lebensordnung oder Lebensführung. Eine Lebensweise, die durch Pflege von Körper, Geist und Seele Krankheiten vorbeugt. Ein hoher Stellenwert hat hier die Übereinstimmung von Denken, Reden und Handeln. Es geht also ursprünglich darum, so zu leben, dass erst gar keine Krankheit entsteht, nach dem Motto – Vorbeugen ist besser als Heilen.

Daraus wurde die Diät, die erst dann ansetzt, wenn bereits einiges auf die schiefe Bahn geraten ist. Die ursprüngliche Bedeutung wurde reduziert auf einschränkende Kostformen mit Verboten und Geboten. Und oft noch mit minderwertigen Nahrungsanteilen. Viele Diäten sind nur ausgerichtet auf Entschlackung und Gewichtsabnahme, also rein körperlich orientiert. Diese Art hat mit der eigentlichen Bedeutung der Diät / Diaita nichts mehr tun.

Einige Diäten nehmen noch die Bewegung mit dazu oder die Entspannung. Doch mir ist keine Diät bekannt, die den gesamten Menschen mit einbezieht, alle Bereiche des Daseins, die Emotionen, Glaubensmuster, Identifikationen, Traumata, Stresssituationen, seelische Belastungen.

Dazu kommt, dass viele Diäten einseitig sind und keinen bis kaum einen Lerneffekt bieten. Viele, die eine Diät machen freuen sich schon darauf, wenn sie zu Ende ist, die Pfunde gepurzelt sind und sie endlich wieder „normal“ essen können. Doch hat nicht gerade dieses „normal“ essen dazu geführt, an einen Punkt zu kommen, wo eine Diät notwendig schien?

Emotionale Ursachen

Wenn ich durch meine bisherige Lebensweise, also Denken, Fühlen, Handeln, mit was ich mich identifiziere, mein Job, Partner, Familie, Freunde, Hobbies etc. und meine Ernährung an einen Punkt gekommen bin, wo eine „Diät“ nötig oder gewünscht ist, wie kann diese nachhaltig wirken, wenn ich danach wieder in diese „alte“ Lebensweise zurück kehre? Da ist die nächste Diät bereits vorprogrammiert. Es genügt nun mal nicht, nur einen Bereich meines Lebens kurzfristig zu ändern. Denn alles bedingt einander. So wie ich denke, so fühle ich, entsprechend sind meine Handlungen.

Wie finde ich diese heraus?

Viele meinen, ach ich lass einfach mal eine Zeitlang abends das Bier, den Wein oder Sekt, die Chips, Kekse oder Schokolade weg.

Mein Tipp für alle, die in diese Richtung denken ist sich ehrlich einige Fragen zu stellen. Du kannst jederzeit damit aufhören und ein anderes Mal weitermachen. Wenn du dich traust und dabeibleibst, kommst du dir selbst einen Schritt näher:

– warum tue ich das überhaupt? (abends snacken /Alkohol trinken…)
– was für ein Gefühl habe ich dabei? (das beobachten sehr wenige)
– was passiert in mir, wenn ich es nicht tue?
– welches Bedürfnis wird dadurch gestillt?

Probiere mal folgendes aus, vlt. erst mal wenn du alleine bist: Setz dich wie gewohnt auf die Couch, doch anstatt das Übliche an Snacks etc. zu nehmen, nimm mal NICHTS. Und dann beobachte dich.

Körperliche Ursachen

Es gibt auch körperliche Aspekte, die eine Rolle spielen können. So kann ein Mangel an Mikronährstoffen Heißhunger auf Süßes auslösen.  Dann gibt es einige Bakterien und Pilze. Sie leben zwar immer in unserem Körper, der gut damit klar kommt, solange du gesund und ausgeglichen bist. Sobald sie sich zu stark vermehren können sie dich direkt beeinflussen. Sie ernähren sich von bestimmten Stoffen und können dir „einflüstern“ und zwar vehement, dass du jetzt gerade dies oder jenes essen möchtest. Und dass das total in Ordnung ist und doch sooo lecker. Meist ist es Zucker. Der Umstand, dass diese sich so vermehrt haben, hat natürlich einen Ursprung. Doch dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Fazit

Eine Diät ist keine langfristige Lösung, egal was sie verspricht. Vielleicht kurzfristig, weil du für einen besonderen Anlass ein oder zwei Kilo verlieren möchtest, damit das hübsche Kleid passt und die dich richtig wohl darin fühlst oder ähnliches.
Aus meiner eigenen erlebten Erfahrung bringt es dich nur voran, wenn du deine Ernährung entsprechend deiner körperlichen Bedürfnisse umstellst. Sie an deine evt. entstanden Krankheiten anpasst. Wenn du dir deine Einstellungen, Meinungen und Glaubenssätze anschaust und hinterfragst. Denn diese spielen eine sehr große Rolle, auch wenn uns das meist nicht bewusst ist.

Mag dieser Weg auch schwer scheinen, so darfst du dich fragen: Was ist mir lieber? Weitermachen wie bisher – mit allem was dazu gehört? Bin ich bereit etwas zu ändern?

Der erste Schritt ist der Wunsch und dein Ja. Und vergiss nicht, es darf leicht sein. Alles kann, nichts muss.

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